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Story Berlin

Eine Woche lang waren die Tanzszenen zur Komödie «Liebe macht sexy» (an diesem Dienstag um 20.15 Uhr bei Sat.1) gedreht worden, und das hatte geheißen: Fünf fast nackte Männer auf der Bühne, um sie herum rund 200 klatschende und kreischende Frauen: «So was saugt unglaublich viel Energie auf, man ist anschließend wie ausgepumpt», sagt Schumann.

Profi – Stripper in Berlin und Brandenburg könnte der 32-Jährige jedenfalls nie werden. Aber einen zu spielen, das hat Spaß gemacht. Nicht irgendeinen – Schumann wittert im wohlgebauten Leon ein dunkles Geheimnis: «Vielleicht kommt er aus sehr gutem Haus. Vielleicht ist er einfach jedes Reglement leid und schließt sich deshalb diese Strip” -Gruppe an. Zwischen den Engagements sieht man ihn jedenfalls nicht zu den Performer mit in den Tournee-Bus klettern, sondern trutzig-einzelgängerisch ein Motorrad besteigen.

Das geschieht allein schon aus dramaturgischen Gründen. Denn nur so kann er auf der Landstraße eine Autofahrerin treffen, der gerade der Sprit ausgegangen ist, woraus sich dann schon bald so etwas wie Liebe ergibt. Und die Schöne ahnt nicht, welchem Beruf dieser charmante Mann nachgeht. Simone Thomalla, nach allen düster-strengen «Tatort»-Filmen wieder im komödiantischen Fach aktiv, spielt diese Verena Funk, die gerade einen Doppelschock hinter sich hat.

Einmal hat sie Gatte Christian (Pierre Besson) betrogen, dazu mit der eigenen Hausjustiziarin (Florentine Lahme). Und im übrigen ist beider Strickwarenfabrik so gut wie pleite. Nur ein Großauftrag kann sie retten. Den will Verena um nahezu jeden Preis bei der Berliner Strickwarenmesse einheimsen. Nur gut, dass es Leon gibt! Der steht ihr mit vielen guten Ratschlägen beiseite. Und noch immer ahnt Verena nicht, was sein eigentliches Gewerbe ist.

Bis sie aus allen Wolken fällt: Dass er Männer Stripper sei und nicht «Typ-Berater», als der er sich ausgegeben hat, ist nicht das eigentlich Schlimme: «Dass sie gleich ein zweites Mal ein Mann belogen hat, verletzt sie tief», meint Simone Thomalla. Den Stripper – Beruf findet auch Schumann nicht weiter anrüchig und gönnt dem weiblichen Publikum den Anblick schöner Körper: «Das ist doch prima, dass sich auch in dieser Hinsicht die Frauen vom Patriarchat befreit haben und sich ausleben dürfen.»
Für beide war der Film ein augenzwinker

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